Leon kam am 21. März 2004 zu uns. Er war unser erster eigener Hund. Mittlerweile ist er zu einem stattlichen Rüden herangereift, mit einem
Labrador-typischen Körperbau. Ein schöner breiter Kopf und einen strammen Körper. Nicht wie es in der Schaulinie üblich ist, sondern eher sportlich-stämmig.
Vorgeschichte
Alles begann im Frühjahr des Jahres 2004, als wir uns nach langem Abwägen der Pro und Contras dazu entschlossen hatten, uns einen Hund zuzulegen. Schliesslich wohnten wir jetzt auf dem Land, hatten die Möglichkeit den ganzen Tag über den Hund zu betreuen – nichts sprach dagegen.
Irgendwie war uns beiden sehr schnell klar, daß es ein Labrador sein sollte – ich weiss auch nicht mehr genau warum. Für mich war wichtig, daß es ein Hund zum Anfassen sein sollte – also nicht so eine kleine Fußhupe. Für Anja war es wichtig, daß sie den Hund problemlos mit in Ihr Ladenlokal nehmen konnte – das gab dann den Ausschlag einen gelben zu nehmen, weil die ja “freundlicher aussehen”…
Die Suche
Anja begab sich sehr schnell auf die Suche – merkte jedoch ebenso schnell, daß der Labrador zum damaligen Zeitpunkt ein Modehund war. Bei den Züchtern hatte man sich in Wartelisten einzutragen, und die waren in der Regel ellenlang.
Unsere erste Suche führte uns zu einer Züchterin, die mit Stolz auf ihre zahllosen Auszeichnungen verwies. Waren ja auch klasse Tiere – Schaulinie – zum Glück haben wir keinen von ihr bekommen. Wir waren ihr wohl von vornherein etwas suspekt – das Fass zum überlaufen brachte aber wohl unser Kommentar, daß unser Grundstück nicht eingezäunt sei. Wenn die gute Dame wüsste, daß unsere Jungs selbst im heftigen Spiel an den unsichtbaren Grundstücksgrenzen kehrt machen….lacht…gut bleiben wir fair – es ist auch schon passiert, daß einer der Jungs trotzdem mal im Nachbargarten landete (Gisela möge es verzeihen) – aber wir arbeiten auch daran.
Na ja, da wir mit “Ihrem” Hund dann aber zu Hundeschauen hätten gehen sollen, ist’s auch gut so, daß wir bei ihr nicht “landen” konnten. Wir brauchen keine fremden Leute um zu wissen, daß wir die schönsten Jungs weit und breit haben – denn für uns sind sie das.
Etwas desillusioniert machten wir uns abermals auf die Suche und fanden eine nette Dame in der Eifel, deren Hündin bereits trächtig war. Eines der Welpen, so waren wir uns nach kurzer Zeit einig, sollte den Weg zu uns finden. Das Schicksal nahm aber seinen Lauf und so kam es, daß eines der Welpen bei der Geburt im Geburtskanal stecken blieb. Die Hündin überlebte zum Glück – die ausbleibenden Welpen jedoch nicht. So war unser Hundetraum zunächst jäh beendet.
Das Finden
Nunmehr konsterniert suchte Anja mehr lustlos und verzweifelt durch die leergefegten Züchterlisten. Hierbei fiel ihr ein Eintrag einer Züchterin auf, laut dessen noch ein gelber Rüde abzugeben sei. Wir hatten mittlerweile März – und das Wurfdatum war der 27.12. Etwas irritiert rief sie bei der Züchterin an und erfuhr, daß es sich um einen “Rückläufer” handele (dieses Wort wird sich später noch mal finden…).
Es handelte sich um Armstrong – den ersten Welpen im ersten Wurf von Nelly, einer knuddeligen Labradordame. Er war bereits an ein älteres Paar vermittelt, das sich offenbar etwas übernommen hatte, als es sich für einen Hund entschieden hatte. So gaben diese schweren Herzens Armstrong wieder in die Hände seiner Züchterin.
Nun ja – was bleibt zu sagen – wir verstanden uns auf Anhieb prächtig mit Kirsten und Harald – und ich hätte den Kleinen schon am ersten Abend mitnehmen wollen. Die vorgeschobene Bedenkzeit hätten wir uns (im Nachhinein betrachtet) allemale sparen können, aber – am nächsten Tag trat der kleine Armstrong – nun Leon genannt mit uns den Heimweg an.

