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	<title>Kommentare zu: Via Alta No. 1 &#8211; Tag 5 &#8211; vom Passo Staulanza nach Alleghe</title>
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	<description>Leon und Paul - acht Pfoten unterwegs in den Bergen</description>
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		<title>Von: Dagmar</title>
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		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 11:09:46 +0000</pubDate>
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		<description>Mit sehr gemischten Gefühlen startete ich in den 5. und letzten Wandertag. Zunächst war ich irgendwie stolz und happy, dass ich es bis hierher geschafft hatte. Schließlich hatten mir einige Freunde das nicht zugetraut und mir immer wieder gesagt, wie schwer das werden würde, was wir uns da vorgenommen hätten. Ein guter Freund von mir sagt auch immer zu mir: „Du bist eine Kaffee und Nikotinvernichtungsmaschine“ – Kurzum : Sehr gute Vorraussetzungen für die Dolomiten. :-)

Aber ich war auch irgendwie ein bisschen traurig an diesem Morgen. Denn ich wusste ja, dies ist der letzte Tag zusammen. Und obendrauf noch der allmorgendliche Gedanke: „Bist Du eigentlich völlig bekloppt? Was tust Du Dir hier an?“

Da wir seit der Ankunft im Staulanza eigentlich nur gefroren haben, dachte ich mir, dass mir gleich wenigstens warm werden würde. Ach ja, an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an den Wirt des Staulanza: Es war so kalt, dass Rufus irgendwann in der Nacht zu mir ins Bett gekrochen kam. Das war die einzige Übernachtung die er in meinem Bett verbracht hatte. Es war also selbst dem Hund zu kalt.

Für den letzen Tag hatte ich mich dazu entschieden weniger in meinen Rucksack zu packen. Somit hatte ich zumindest 1,5 Liter weniger Wasser zu schleppen. Auch so manchen Kleinkram habe ich rausgeschmissen. Also konnte ich mit einem „leichten Gefühl“ starten.

Es war schon sehr ungewohnt die ersten Meter auf einer richtigen Straße zurückzulegen. Aber wie Georg schon schrieb, es war zum Glück wenig los. Das gewohnte „Wandergefühl“ stellte sich dann auch erst ein, als wir von der Straße abbiegen konnten.

Da ich noch nie im Wintersport war, fand ich es ganz interessant die Skipisten mal aus der Nähe zu sehen. Aber wenn ich mir vorstelle, wie viele Leute da rumlaufen wenn Saison ist ….

Den Aufstieg zur Hütte fand ich mal wieder richtig anstrengend. Außerdem hatte ich nicht den Vorteil, das mich ein liebestoller Hund da raufgezogen hätte wie es bei Georg und Anja der Fall war. Rufus ist kastriert und daher interessierte er sich nicht die Bohne für die Schäferhundmädels. 

Aber es sollte ja der letzte Aufstieg sein. Ich wusste: Da oben ist die Hütte und danach geht es nur noch runter nach Alleghe. Außerdem wusste ich dass ich mir Zeit lassen konnte, denn auf der Hütte hole ich alle wieder ein.  :-) (Auch die Freaks, die mich in einem für mich unglaublichen Tempo einfach so überholt haben)

Auf der Hütte angekommen fand ich es einfach herrlich: Wunderbare Aussicht, beheizte Räume, extrem wenig Gäste. Nach dem Essen habe ich mich erst mal nach draußen begeben, um meine Zigarette zu rauchen. Ich saß ganz alleine auf einer Bank mit Aussicht auf die Civetta. Diese enorme Ruhe, die ich dort empfand wollte ich mir einprägen um mich später daran erinnern zu können.

Nach der letzen Hütten-Pause ging es dann weiter. Erst mal ging es doch noch ein Stück bergauf – aber ich wusste ja: Dahinter geht es runter nach Alleghe und dann ist es geschafft.

Nachdem wir am Lago Coldai vorbei waren, meinte Anja, dass sie so ein komisches Gefühl hätten und ob sie die Einzige wäre? Ich konnte dieses komische Gefühl überhaupt nicht nachvollziehen, denn ich war einfach nur extrem gut gelaunt, weil ich den letzten Aufstieg geschafft hatte und ich die Aussicht auf Alleghe atemberaubend fand.

Also machten wir uns auf zum Abstieg. Die ersten Meter lief alles glatt, dann stockte es plötzlich. Hinter mir war Raphaele und dahinter Ralph. Georg war vor mir und vor ihm stand Christoph. Zunächst wussten wir nicht was los ist, aber irgendwann haben wir dann mitbekommen, dass Leon und Paul Probleme hatten. Im ersten Moment dachte ich dann: „Ach du Scheiße“ . Denn Paul und Rufus sind in einer Hundegruppe. Da sollten unsere Hunde mal mit dem jeweiligen Hundeführer in einen hohlen Baum klettern. Im Gegensatz zu Paul hatte Rufus kläglich versagt – um keinen Preis wollte er mit mir in diesen Baum reingehen. Also was wird jetzt??

Als es dann ein Stück weiterging, kam Rufus von hinten „angepest“ und wäre beinahe über die Klippe gerannt. Er war einfach zu schnell! Also mussten wir die Taktik ändern. Ab da behielt Raphaele Rufus bei sich, ich ging ein Stück voraus bis ich Halt hatte und dann sollte Rufus mir folgen. Christoph sagte mir, dass ich Rufus ohne Druck und ohne besonderes Kommando rufen sollte. Dann wäre er wohl wieder zu schnell gewesen. Also sagte ich immer wieder ganz freundlich zu ihm „Rufus, kommst Du mit?“ – und so unglaublich es mir schien, Rufus kam ganz locker und ohne Aufregung und ohne Schwierigkeiten mit. Dann bin ich mit Rufus stehen geblieben bis Raphaele zu uns kam und die Prozedur ging von vorne los.

Dann kam die für mich schlimmste Stelle: Ich kam um die Ecke, sah vor mir Christoph, links ein kleiner Felsen, vor mir ein ganz schmaler Pfad und rechts der Abgrund. Ich bin schließlich NICHT schwindelfrei und sagte nur „Oh je“. Christoph reichte mir die Hand und meinte dass ich zu dem Felsen sehen sollte und keinesfalls nach unten! Im Leben nicht, hätte ich freiwillig nach unten gesehen. Durch die Sicherheit und Ruhe die Christoph wieder ausgestrahlt hat, habe ich auch dieses Stück gemeistert.

An diesem Firnfeld angekommen ging ich dann auch runter und munterte Rufus auf, mir zu folgen. Ich meine mich zu erinnern, dass er da mal seinen Unmut geäußert hat aber trotzdem zu mir kam. Einfach so – ohne Probleme. Ich dachte wirklich ich hätte einen anderen Hund.

Dann kam ein Felsen an dem wir rückwärts runterklettern mussten. Mein Gesicht zum Felsen, Christoph an der Seite mit Kommandos wie „Hände dort halten, linken Fuß runter – nein mehr nach rechts usw.“ habe ich auch das geschafft. Rufus ist völlig alleine klar gekommen. Er hat sich seinen Weg gesucht und ich habe ihn das alleine machen lassen. 

Irgendwann mitten auf diesem Weg rief Helga auf meinem Handy an. Sie wollte wissen wo wir sind und unser Taxi nach Alleghe schicken. Ich war sehr kurz angebunden und habe gesagt, dass ich mich später melde (was ich natürlich auch getan habe).

Auf der kleinen Plattform angekommen dachte ich mir, dass ich mir jetzt wirklich eine Zigarette verdient hätte. Da ich wusste, dass ich die Einzige mit Rauchwaren war, habe ich natürlich jedem angeboten, dass ich eine Zigarette drehe. Tatsächlich hat das Angebot jeder angenommen.(Außer Anja die noch nie geraucht hatte)

Es herrschte einvernehmliche Ruhe. Rufus lag direkt hinter mir – er war wohl doch etwas geschafft. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie gefährlich das eigentlich war. Ja, es war richtig gefährlich für uns alle, ob Hund oder Mensch. Und was ist das für eine Truppe, die eine solche Situation so ruhig und souverän gemeistert hat? Ist das nicht unglaublich?? Meiner Meinung nach hat Christoph einen großen Verdienst daran, dass wir das alle so ruhig geschafft haben. Mit seiner Ruhe und Zuversicht, die er ausstrahlt denkt man gar nicht daran, dass etwas schief gehen könnte.

Auf jeden Fall hatte ich an diesem Stück meine ganz persönliche Grenze überschritten. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so etwas schaffe …

Nach unseren wohlverdienten Pause ging es dann weiter bergab. Dass Rufus dann in seichtem Gelände einen Absturz hinlegte, habe ich nicht mitbekommen. Es war eigentlich wie immer: Rufus suchte sich seine eigenen Wege und die lagen eigentlich nie in meiner Nähe.

Die letzen Meter sind mir dann tatsächlich richtig schwer gefallen. Ich hatte einfach keine Lust mehr denn Allegehe schien nicht näher zu kommen und mein Kopf war noch voll von dem soeben Erlebten. Sogar die Wanderstöcke sind mir dauernd aus der Hand gefallen, bis ich die Hände in die Schlaufen gelegt habe. 

Die nächste Herausforderung sollte aber noch kommen: Die Seilbahn!! Ich bin nicht schwindelfrei, soll in eine fahrende Seilbahn steigen und dabei noch ganz locker, selbstbewusst und ruhig auf meinen Hund wirken, der in räumlich engen Situationen Angst hat. Nun denn, es hat natürlich geklappt. Rufus war in der Seilbahn zwar sehr unruhig und hat sich offensichtlich nicht wohl gefühlt, aber es gab keine vernünftige Alternative und somit musste er da genauso durch wie ich.

Unten angekommen genehmigten wir uns erst mal einen Grappa. Das musste jetzt einfach sein. Im Bus, auf dem Weg ins Hotel, fiel dann wirklich die restliche Anspannung ab. Wir haben geplappert und geplappert … 

Das setzte sich dann fort, als wir den Rest unserer Urlaubstruppe auf der Terrasse im Hotel angetroffen haben. Wir hatten ja so viel zu erzählen. Es wurde ein schöner Abend an dem so manche Situation nochmals durch Erzählungen durchlebt wurde. 

Ich sah mir in Gedanken die letzten Tage an und war mächtig stolz. Ich habe es geschafft! Ich war stolz auf meinen kleinen Rufus – er hat sich sooo tapfer geschlagen. Ich war froh, dass Ralph (den ich zu diesem Urlaub massiv überzeugen musste) Spaß an den Wanderungen hatte und alle Tage ganz locker geschafft hat.

Ich war glücklich mit einer solchen Truppe Urlaub gemacht zu haben. Ich habe mich gefreut über jeden einzelnen, den ich kennen gelernt habe. 

Ein Haufen unterschiedlicher Menschen, ein Haufen unterschiedlicher Paare, ein Haufen unterschiedlicher Hunde: ein durch und durch harmonischer Haufen, wo sich stets jeder auf jeden verlassen konnte. Schön, dass ich das erleben durfte und: Danke Euch allen!!

Fazit des Tages: Man kann sich nicht vorstellen, was alles zu schaffen ist, bevor man es nicht ausprobiert hat.

Mein Fazit des Urlaubes: Mein Dolomiten-Prinzip! Auch wenn es langsam vorangeht, und man von so manchen Leuten überholt wird, so erreicht man dennoch mit Kontinuität sein Ziel!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit sehr gemischten Gefühlen startete ich in den 5. und letzten Wandertag. Zunächst war ich irgendwie stolz und happy, dass ich es bis hierher geschafft hatte. Schließlich hatten mir einige Freunde das nicht zugetraut und mir immer wieder gesagt, wie schwer das werden würde, was wir uns da vorgenommen hätten. Ein guter Freund von mir sagt auch immer zu mir: „Du bist eine Kaffee und Nikotinvernichtungsmaschine“ – Kurzum : Sehr gute Vorraussetzungen für die Dolomiten. <img src="http://www.rock-dog-blog.de/wp-content/themes/grey-opaque/images/smilies/icon_smile.gif" alt="Smilie: :-)" title="Smilie: :-)" /></p>
<p>Aber ich war auch irgendwie ein bisschen traurig an diesem Morgen. Denn ich wusste ja, dies ist der letzte Tag zusammen. Und obendrauf noch der allmorgendliche Gedanke: „Bist Du eigentlich völlig bekloppt? Was tust Du Dir hier an?“</p>
<p>Da wir seit der Ankunft im Staulanza eigentlich nur gefroren haben, dachte ich mir, dass mir gleich wenigstens warm werden würde. Ach ja, an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an den Wirt des Staulanza: Es war so kalt, dass Rufus irgendwann in der Nacht zu mir ins Bett gekrochen kam. Das war die einzige Übernachtung die er in meinem Bett verbracht hatte. Es war also selbst dem Hund zu kalt.</p>
<p>Für den letzen Tag hatte ich mich dazu entschieden weniger in meinen Rucksack zu packen. Somit hatte ich zumindest 1,5 Liter weniger Wasser zu schleppen. Auch so manchen Kleinkram habe ich rausgeschmissen. Also konnte ich mit einem „leichten Gefühl“ starten.</p>
<p>Es war schon sehr ungewohnt die ersten Meter auf einer richtigen Straße zurückzulegen. Aber wie Georg schon schrieb, es war zum Glück wenig los. Das gewohnte „Wandergefühl“ stellte sich dann auch erst ein, als wir von der Straße abbiegen konnten.</p>
<p>Da ich noch nie im Wintersport war, fand ich es ganz interessant die Skipisten mal aus der Nähe zu sehen. Aber wenn ich mir vorstelle, wie viele Leute da rumlaufen wenn Saison ist ….</p>
<p>Den Aufstieg zur Hütte fand ich mal wieder richtig anstrengend. Außerdem hatte ich nicht den Vorteil, das mich ein liebestoller Hund da raufgezogen hätte wie es bei Georg und Anja der Fall war. Rufus ist kastriert und daher interessierte er sich nicht die Bohne für die Schäferhundmädels. </p>
<p>Aber es sollte ja der letzte Aufstieg sein. Ich wusste: Da oben ist die Hütte und danach geht es nur noch runter nach Alleghe. Außerdem wusste ich dass ich mir Zeit lassen konnte, denn auf der Hütte hole ich alle wieder ein.  <img src="http://www.rock-dog-blog.de/wp-content/themes/grey-opaque/images/smilies/icon_smile.gif" alt="Smilie: :-)" title="Smilie: :-)" /> (Auch die Freaks, die mich in einem für mich unglaublichen Tempo einfach so überholt haben)</p>
<p>Auf der Hütte angekommen fand ich es einfach herrlich: Wunderbare Aussicht, beheizte Räume, extrem wenig Gäste. Nach dem Essen habe ich mich erst mal nach draußen begeben, um meine Zigarette zu rauchen. Ich saß ganz alleine auf einer Bank mit Aussicht auf die Civetta. Diese enorme Ruhe, die ich dort empfand wollte ich mir einprägen um mich später daran erinnern zu können.</p>
<p>Nach der letzen Hütten-Pause ging es dann weiter. Erst mal ging es doch noch ein Stück bergauf – aber ich wusste ja: Dahinter geht es runter nach Alleghe und dann ist es geschafft.</p>
<p>Nachdem wir am Lago Coldai vorbei waren, meinte Anja, dass sie so ein komisches Gefühl hätten und ob sie die Einzige wäre? Ich konnte dieses komische Gefühl überhaupt nicht nachvollziehen, denn ich war einfach nur extrem gut gelaunt, weil ich den letzten Aufstieg geschafft hatte und ich die Aussicht auf Alleghe atemberaubend fand.</p>
<p>Also machten wir uns auf zum Abstieg. Die ersten Meter lief alles glatt, dann stockte es plötzlich. Hinter mir war Raphaele und dahinter Ralph. Georg war vor mir und vor ihm stand Christoph. Zunächst wussten wir nicht was los ist, aber irgendwann haben wir dann mitbekommen, dass Leon und Paul Probleme hatten. Im ersten Moment dachte ich dann: „Ach du Scheiße“ . Denn Paul und Rufus sind in einer Hundegruppe. Da sollten unsere Hunde mal mit dem jeweiligen Hundeführer in einen hohlen Baum klettern. Im Gegensatz zu Paul hatte Rufus kläglich versagt – um keinen Preis wollte er mit mir in diesen Baum reingehen. Also was wird jetzt??</p>
<p>Als es dann ein Stück weiterging, kam Rufus von hinten „angepest“ und wäre beinahe über die Klippe gerannt. Er war einfach zu schnell! Also mussten wir die Taktik ändern. Ab da behielt Raphaele Rufus bei sich, ich ging ein Stück voraus bis ich Halt hatte und dann sollte Rufus mir folgen. Christoph sagte mir, dass ich Rufus ohne Druck und ohne besonderes Kommando rufen sollte. Dann wäre er wohl wieder zu schnell gewesen. Also sagte ich immer wieder ganz freundlich zu ihm „Rufus, kommst Du mit?“ – und so unglaublich es mir schien, Rufus kam ganz locker und ohne Aufregung und ohne Schwierigkeiten mit. Dann bin ich mit Rufus stehen geblieben bis Raphaele zu uns kam und die Prozedur ging von vorne los.</p>
<p>Dann kam die für mich schlimmste Stelle: Ich kam um die Ecke, sah vor mir Christoph, links ein kleiner Felsen, vor mir ein ganz schmaler Pfad und rechts der Abgrund. Ich bin schließlich NICHT schwindelfrei und sagte nur „Oh je“. Christoph reichte mir die Hand und meinte dass ich zu dem Felsen sehen sollte und keinesfalls nach unten! Im Leben nicht, hätte ich freiwillig nach unten gesehen. Durch die Sicherheit und Ruhe die Christoph wieder ausgestrahlt hat, habe ich auch dieses Stück gemeistert.</p>
<p>An diesem Firnfeld angekommen ging ich dann auch runter und munterte Rufus auf, mir zu folgen. Ich meine mich zu erinnern, dass er da mal seinen Unmut geäußert hat aber trotzdem zu mir kam. Einfach so – ohne Probleme. Ich dachte wirklich ich hätte einen anderen Hund.</p>
<p>Dann kam ein Felsen an dem wir rückwärts runterklettern mussten. Mein Gesicht zum Felsen, Christoph an der Seite mit Kommandos wie „Hände dort halten, linken Fuß runter – nein mehr nach rechts usw.“ habe ich auch das geschafft. Rufus ist völlig alleine klar gekommen. Er hat sich seinen Weg gesucht und ich habe ihn das alleine machen lassen. </p>
<p>Irgendwann mitten auf diesem Weg rief Helga auf meinem Handy an. Sie wollte wissen wo wir sind und unser Taxi nach Alleghe schicken. Ich war sehr kurz angebunden und habe gesagt, dass ich mich später melde (was ich natürlich auch getan habe).</p>
<p>Auf der kleinen Plattform angekommen dachte ich mir, dass ich mir jetzt wirklich eine Zigarette verdient hätte. Da ich wusste, dass ich die Einzige mit Rauchwaren war, habe ich natürlich jedem angeboten, dass ich eine Zigarette drehe. Tatsächlich hat das Angebot jeder angenommen.(Außer Anja die noch nie geraucht hatte)</p>
<p>Es herrschte einvernehmliche Ruhe. Rufus lag direkt hinter mir – er war wohl doch etwas geschafft. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie gefährlich das eigentlich war. Ja, es war richtig gefährlich für uns alle, ob Hund oder Mensch. Und was ist das für eine Truppe, die eine solche Situation so ruhig und souverän gemeistert hat? Ist das nicht unglaublich?? Meiner Meinung nach hat Christoph einen großen Verdienst daran, dass wir das alle so ruhig geschafft haben. Mit seiner Ruhe und Zuversicht, die er ausstrahlt denkt man gar nicht daran, dass etwas schief gehen könnte.</p>
<p>Auf jeden Fall hatte ich an diesem Stück meine ganz persönliche Grenze überschritten. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so etwas schaffe …</p>
<p>Nach unseren wohlverdienten Pause ging es dann weiter bergab. Dass Rufus dann in seichtem Gelände einen Absturz hinlegte, habe ich nicht mitbekommen. Es war eigentlich wie immer: Rufus suchte sich seine eigenen Wege und die lagen eigentlich nie in meiner Nähe.</p>
<p>Die letzen Meter sind mir dann tatsächlich richtig schwer gefallen. Ich hatte einfach keine Lust mehr denn Allegehe schien nicht näher zu kommen und mein Kopf war noch voll von dem soeben Erlebten. Sogar die Wanderstöcke sind mir dauernd aus der Hand gefallen, bis ich die Hände in die Schlaufen gelegt habe. </p>
<p>Die nächste Herausforderung sollte aber noch kommen: Die Seilbahn!! Ich bin nicht schwindelfrei, soll in eine fahrende Seilbahn steigen und dabei noch ganz locker, selbstbewusst und ruhig auf meinen Hund wirken, der in räumlich engen Situationen Angst hat. Nun denn, es hat natürlich geklappt. Rufus war in der Seilbahn zwar sehr unruhig und hat sich offensichtlich nicht wohl gefühlt, aber es gab keine vernünftige Alternative und somit musste er da genauso durch wie ich.</p>
<p>Unten angekommen genehmigten wir uns erst mal einen Grappa. Das musste jetzt einfach sein. Im Bus, auf dem Weg ins Hotel, fiel dann wirklich die restliche Anspannung ab. Wir haben geplappert und geplappert … </p>
<p>Das setzte sich dann fort, als wir den Rest unserer Urlaubstruppe auf der Terrasse im Hotel angetroffen haben. Wir hatten ja so viel zu erzählen. Es wurde ein schöner Abend an dem so manche Situation nochmals durch Erzählungen durchlebt wurde. </p>
<p>Ich sah mir in Gedanken die letzten Tage an und war mächtig stolz. Ich habe es geschafft! Ich war stolz auf meinen kleinen Rufus – er hat sich sooo tapfer geschlagen. Ich war froh, dass Ralph (den ich zu diesem Urlaub massiv überzeugen musste) Spaß an den Wanderungen hatte und alle Tage ganz locker geschafft hat.</p>
<p>Ich war glücklich mit einer solchen Truppe Urlaub gemacht zu haben. Ich habe mich gefreut über jeden einzelnen, den ich kennen gelernt habe. </p>
<p>Ein Haufen unterschiedlicher Menschen, ein Haufen unterschiedlicher Paare, ein Haufen unterschiedlicher Hunde: ein durch und durch harmonischer Haufen, wo sich stets jeder auf jeden verlassen konnte. Schön, dass ich das erleben durfte und: Danke Euch allen!!</p>
<p>Fazit des Tages: Man kann sich nicht vorstellen, was alles zu schaffen ist, bevor man es nicht ausprobiert hat.</p>
<p>Mein Fazit des Urlaubes: Mein Dolomiten-Prinzip! Auch wenn es langsam vorangeht, und man von so manchen Leuten überholt wird, so erreicht man dennoch mit Kontinuität sein Ziel!</p>
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		<title>Von: Anja</title>
		<link>http://www.rock-dog-blog.de/index.php/2007/06/via-alta-no-1-tag-5-vom-passo-staulanza-nach-alleghe/comment-page-1/#comment-21</link>
		<dc:creator>Anja</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 10:39:50 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Der letzte unserer Wandertage hat auch mich tief beeindruckt und an diesem Tag mußte ich meine persönlichen Grenzen mehrfach überschreiten. Ich habe eine Menge über mich, meinen Mann und meine Hunde gelernt und enpfinde große Dankbarkeit, so beeindruckende Persönlichkeiten kennengelernt zu haben, weil es die Mitglieder unserer Wandergruppe alle sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider war das Staulanza ja eine ziemlich kalte Angelegenheit und so war ich dankbar, dass ich mein Bettchen mit einem der Hundejungs teilen konnte. Mir machte der Zustand von Leons Pfoten Sorgen und so entschieden wir Leons Hinterläufe zu tapen und mit Schuhen zu versehen. Leider keine sehr langanhaltende Maßnahme, da mein kleiner Dickschädel Leon nichts eiligeres zu tun hatte, als in die nächsten Pfützen auf dem Wanderweg zu steigen. Also Schuhe wieder aus und trocknen lassen. Leon und Paul hatten aber bereits den Vorteil entdeckt neben den steinigen Wegen auf der Wiesenkante zu laufen. So verlief der erste Teil der Strecke ereignislos und wir wanderten gemütlich bergan, an großen Arealen vorbei, die im Winter Skipisten sein sollten, unter Sesselliften durch und an Liftanlagen vorbei. Diese Wintersportanlagen sehen im Sommer surreal und fehl am Platz aus. Der Anstieg zu Coldai gestaltete sich zu Anfang etwas nervig, der Duft des heissen Hundemädels schaltete den Denkapparat unserer Jungs zuverlässig aus, also hieß es anleinen - Vorteil man wird fast bergan gezogen. Erst als wir einigen Abstand zwischen uns und die nette Duftträgerin gebracht hatten, konnten wir auch wieder ableinen und uns alleine dem Aufstieg widmen. Oben angekommen war ich der festen Meinung für diesen Tag das anstrengenste hinter mir zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Refugio war sehr gut geheizt, was einem, wenn man erhitzt dem Raum betritt, nicht unbedingt einleuchtend erscheint. Nachdem ich mich umgezogen hatte, war mir schnell klar wie angenehm der beheizte Raum jetzt wirkte. Jetzt konnte wir uns erstmal bei einer ausgiebigen Brotzeit und anderen Leckereien vom Aufstieg erholen, Georg machte mir Sorgen, der leicht fieberte und glasige Augen hatte. Nach unserer Stärkung wanderen wir bester Dinge an Firnfeldern und Geröllmuren vorbei und erreichten eine Ebene die wunderbar grün war und mit vielen sandigen Wegen, die sich wie Adern durch das Areal zogen, was alles erholsam und freundlich wirkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Rande dieser Ebene, die den Blick auf das sehr tief gelegene Alleghe und den wunderschönen, jadefarbenen See freigab, blieben wir stehen und genossen die Aussicht.&lt;br /&gt;
Ich gempfand in dieser Umgebung eher eine beklemmende Vorahnung und fragte die anderen &quot;Bin ich eigentlich die Einzige, die sich komisch fühlt ?&quot;. Die anderen zuckten die Schultern, ich war vermutlich nur empfindlich, beruhigte ich mich.&lt;br /&gt;
Weit gefehlt... ich rühme ich eines ausgezeichneten Bauchgefühls...&lt;br /&gt;
Wir stiegen also ab und der erst noch gut zu laufenden Steig veränderte sich, wurde immer karger und steiler. Ich ging mit Leon als Erster, Christoph direkt auf den Fersen.&lt;br /&gt;
Irgendwann in der &quot;Arbeit&quot; den Berg abzusteigen und den Schwierigkeiten die Leon mit der ungewohnten Umgebung hatte, fragte ich Chistoph - ob das eine gute Idee wäre den Weg weiter zu gehen.... Wir hatten keine Wahl...&lt;br /&gt;
Leon reagierte in einigen Situationen sehr nervös und ungehalten und stand plötzlich im Fels genau vor meinem Gesicht und bellte mich verzeifelt und unwirrsch an - &quot;Ich will dass jetzt nicht mehr, warum tust du mir sowas an ?&quot; Ich wußte es selber nicht, aber ich wollte mich nicht aus der Ruhe bringen lassen - wenn ich eines auf der Tour gelernt habe: BEHALTE RUHE !, dir und den Jungs wird nichts Schlimmes passieren. Kratzer heilen, du wirst hier nicht bleiben können, also weiter...&lt;br /&gt;
Ich veränderte meine Kommunikation mit Leon, schaute ihm nicht mehr fordernd in die Augen, sondern lenkte ihn mit Fingerzeig auf den richtigen Weg, streichelte ihn viel und redete leise und beruhigend.&lt;br /&gt;
Christoph mußte Leone und Paul über einige Vorsprünge heben und arbeitete wie ein Pferd, ruhig und gelassen.&lt;br /&gt;
Das Firnfeld, an dessen Ende ich wartete, überwand Leon dann auch mit gutem Zuspruch und schliesslich an Christophs Leine. Als ich nach oben schaute, sah ich Ralph, der sich wohl langweilte, mitten auf dem Firnfeld stehen. Ich war so geschockt, ich hätte Ralph schütteln konnen - war der denn von allen guten Geistern verlassen ?&lt;br /&gt;
Als wir unsere Pause im Berg machten, sah ich meine drei Jungs am Boden sitztend (fiebernd) und liegend (Paul mit den Kopf auf Georgs Stiefeln und Leon mit wunden Pfoten) lange an. Den Weg den wir gegangen waren, und der, der noch vor uns lag. Ich war emotional so erschöpft wie selten zuvor in meinem Leben und wollte mich nicht hinsetzten - angespannt aus Sorge und Anstrengung und ich wollte sicher Heim. In dieser Situation rief Helga auf Dagmars Handy an und fragte ob sie schonmal das Taxi losschicken sollte. Die Anwort von Daggi: &quot;Es kann noch etwas dauern&quot;. Und ich mußte unwillkürlich lachen und mir ging es plötzlich viel besser, alle schmunzelten und die Stimmung löste sich merklich. Also weiter...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab der Pause verhielten sich die Jungs schlagartig anders, sie wichen Georg und mir nicht mehr von den Hacken, folgten instinktiv und vertrauensvoll unseren Schritten.&lt;br /&gt;
Nach noch einigen Schwierigkeiten und einem, mir endlos vorkommenden Weg, konnten wir ohne Einschränkungen wandern. Georg lief mit den Hunden voraus, und ich mit Raphaele hinterher. Die fing an zu singen, ein witziges Lied, und so sangen wir noch einige Schlager und Kinderlieder mit der Erkenntnis - das baut Stress ab und lenkt ab (besser singen, als heulen). Bei unserem nächsten Wanderurlaub nehmen wir die &quot;Mundorgel&quot; aus der Kinderferienfreizeit mit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann waren wir dann bei der Kabinenseibahn und stiegen ein. Georg schlug sich noch gewaltig den Kopf an. Wir schwebten langsam zu Tal und Georg und ich schwiegen uns an. Nicht, daß wir etwas hätten sagen müssen - ich wußte genau wie es ihm ging, auch den Jungs, die seelig zu unseren Füßen schliefen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grappa und das Eis in dem kleinen Imbiss, wo wir auf unseren Busfahrer warten wollten, war Balsam. Im Bus holte mich kurzzeitig meine Erschöpfung ein und ich kämpfte gegen meine Tränen. Leon lag entspannt auf meinen Füßen und schlief tief.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel wurden wir mit einem großen HALLO von den anderen empfangen und eine Getränkerunde löste die nächste ab. Es wurde rekapituliert und erzählt, was auch beim durch das Gelage verzögerten Abendessen, weiterging. Ein schönes, anrühriges Dankeschön an Christoph und Raphaele fand auch noch Platz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich freue mich durch einen Zufall so tolle Freunde und Mitstreiter gefunden zu haben. Ich kann mich glücklich schätzen und danke allen in der Gruppe für eine tolle, aufregende und lustige Zeit.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte unserer Wandertage hat auch mich tief beeindruckt und an diesem Tag mußte ich meine persönlichen Grenzen mehrfach überschreiten. Ich habe eine Menge über mich, meinen Mann und meine Hunde gelernt und enpfinde große Dankbarkeit, so beeindruckende Persönlichkeiten kennengelernt zu haben, weil es die Mitglieder unserer Wandergruppe alle sind.</p>
<p>Leider war das Staulanza ja eine ziemlich kalte Angelegenheit und so war ich dankbar, dass ich mein Bettchen mit einem der Hundejungs teilen konnte. Mir machte der Zustand von Leons Pfoten Sorgen und so entschieden wir Leons Hinterläufe zu tapen und mit Schuhen zu versehen. Leider keine sehr langanhaltende Maßnahme, da mein kleiner Dickschädel Leon nichts eiligeres zu tun hatte, als in die nächsten Pfützen auf dem Wanderweg zu steigen. Also Schuhe wieder aus und trocknen lassen. Leon und Paul hatten aber bereits den Vorteil entdeckt neben den steinigen Wegen auf der Wiesenkante zu laufen. So verlief der erste Teil der Strecke ereignislos und wir wanderten gemütlich bergan, an großen Arealen vorbei, die im Winter Skipisten sein sollten, unter Sesselliften durch und an Liftanlagen vorbei. Diese Wintersportanlagen sehen im Sommer surreal und fehl am Platz aus. Der Anstieg zu Coldai gestaltete sich zu Anfang etwas nervig, der Duft des heissen Hundemädels schaltete den Denkapparat unserer Jungs zuverlässig aus, also hieß es anleinen &#8211; Vorteil man wird fast bergan gezogen. Erst als wir einigen Abstand zwischen uns und die nette Duftträgerin gebracht hatten, konnten wir auch wieder ableinen und uns alleine dem Aufstieg widmen. Oben angekommen war ich der festen Meinung für diesen Tag das anstrengenste hinter mir zu haben.</p>
<p>Das Refugio war sehr gut geheizt, was einem, wenn man erhitzt dem Raum betritt, nicht unbedingt einleuchtend erscheint. Nachdem ich mich umgezogen hatte, war mir schnell klar wie angenehm der beheizte Raum jetzt wirkte. Jetzt konnte wir uns erstmal bei einer ausgiebigen Brotzeit und anderen Leckereien vom Aufstieg erholen, Georg machte mir Sorgen, der leicht fieberte und glasige Augen hatte. Nach unserer Stärkung wanderen wir bester Dinge an Firnfeldern und Geröllmuren vorbei und erreichten eine Ebene die wunderbar grün war und mit vielen sandigen Wegen, die sich wie Adern durch das Areal zogen, was alles erholsam und freundlich wirkte.</p>
<p>Am Rande dieser Ebene, die den Blick auf das sehr tief gelegene Alleghe und den wunderschönen, jadefarbenen See freigab, blieben wir stehen und genossen die Aussicht.<br />
Ich gempfand in dieser Umgebung eher eine beklemmende Vorahnung und fragte die anderen &#8220;Bin ich eigentlich die Einzige, die sich komisch fühlt ?&#8221;. Die anderen zuckten die Schultern, ich war vermutlich nur empfindlich, beruhigte ich mich.<br />
Weit gefehlt&#8230; ich rühme ich eines ausgezeichneten Bauchgefühls&#8230;<br />
Wir stiegen also ab und der erst noch gut zu laufenden Steig veränderte sich, wurde immer karger und steiler. Ich ging mit Leon als Erster, Christoph direkt auf den Fersen.<br />
Irgendwann in der &#8220;Arbeit&#8221; den Berg abzusteigen und den Schwierigkeiten die Leon mit der ungewohnten Umgebung hatte, fragte ich Chistoph &#8211; ob das eine gute Idee wäre den Weg weiter zu gehen&#8230;. Wir hatten keine Wahl&#8230;<br />
Leon reagierte in einigen Situationen sehr nervös und ungehalten und stand plötzlich im Fels genau vor meinem Gesicht und bellte mich verzeifelt und unwirrsch an &#8211; &#8220;Ich will dass jetzt nicht mehr, warum tust du mir sowas an ?&#8221; Ich wußte es selber nicht, aber ich wollte mich nicht aus der Ruhe bringen lassen &#8211; wenn ich eines auf der Tour gelernt habe: BEHALTE RUHE !, dir und den Jungs wird nichts Schlimmes passieren. Kratzer heilen, du wirst hier nicht bleiben können, also weiter&#8230;<br />
Ich veränderte meine Kommunikation mit Leon, schaute ihm nicht mehr fordernd in die Augen, sondern lenkte ihn mit Fingerzeig auf den richtigen Weg, streichelte ihn viel und redete leise und beruhigend.<br />
Christoph mußte Leone und Paul über einige Vorsprünge heben und arbeitete wie ein Pferd, ruhig und gelassen.<br />
Das Firnfeld, an dessen Ende ich wartete, überwand Leon dann auch mit gutem Zuspruch und schliesslich an Christophs Leine. Als ich nach oben schaute, sah ich Ralph, der sich wohl langweilte, mitten auf dem Firnfeld stehen. Ich war so geschockt, ich hätte Ralph schütteln konnen &#8211; war der denn von allen guten Geistern verlassen ?<br />
Als wir unsere Pause im Berg machten, sah ich meine drei Jungs am Boden sitztend (fiebernd) und liegend (Paul mit den Kopf auf Georgs Stiefeln und Leon mit wunden Pfoten) lange an. Den Weg den wir gegangen waren, und der, der noch vor uns lag. Ich war emotional so erschöpft wie selten zuvor in meinem Leben und wollte mich nicht hinsetzten &#8211; angespannt aus Sorge und Anstrengung und ich wollte sicher Heim. In dieser Situation rief Helga auf Dagmars Handy an und fragte ob sie schonmal das Taxi losschicken sollte. Die Anwort von Daggi: &#8220;Es kann noch etwas dauern&#8221;. Und ich mußte unwillkürlich lachen und mir ging es plötzlich viel besser, alle schmunzelten und die Stimmung löste sich merklich. Also weiter&#8230;</p>
<p>Ab der Pause verhielten sich die Jungs schlagartig anders, sie wichen Georg und mir nicht mehr von den Hacken, folgten instinktiv und vertrauensvoll unseren Schritten.<br />
Nach noch einigen Schwierigkeiten und einem, mir endlos vorkommenden Weg, konnten wir ohne Einschränkungen wandern. Georg lief mit den Hunden voraus, und ich mit Raphaele hinterher. Die fing an zu singen, ein witziges Lied, und so sangen wir noch einige Schlager und Kinderlieder mit der Erkenntnis &#8211; das baut Stress ab und lenkt ab (besser singen, als heulen). Bei unserem nächsten Wanderurlaub nehmen wir die &#8220;Mundorgel&#8221; aus der Kinderferienfreizeit mit.</p>
<p>Irgendwann waren wir dann bei der Kabinenseibahn und stiegen ein. Georg schlug sich noch gewaltig den Kopf an. Wir schwebten langsam zu Tal und Georg und ich schwiegen uns an. Nicht, daß wir etwas hätten sagen müssen &#8211; ich wußte genau wie es ihm ging, auch den Jungs, die seelig zu unseren Füßen schliefen. </p>
<p>Der Grappa und das Eis in dem kleinen Imbiss, wo wir auf unseren Busfahrer warten wollten, war Balsam. Im Bus holte mich kurzzeitig meine Erschöpfung ein und ich kämpfte gegen meine Tränen. Leon lag entspannt auf meinen Füßen und schlief tief.</p>
<p>Im Hotel wurden wir mit einem großen HALLO von den anderen empfangen und eine Getränkerunde löste die nächste ab. Es wurde rekapituliert und erzählt, was auch beim durch das Gelage verzögerten Abendessen, weiterging. Ein schönes, anrühriges Dankeschön an Christoph und Raphaele fand auch noch Platz.</p>
<p>Ich freue mich durch einen Zufall so tolle Freunde und Mitstreiter gefunden zu haben. Ich kann mich glücklich schätzen und danke allen in der Gruppe für eine tolle, aufregende und lustige Zeit.</p>
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		<title>Von: Michael Balogh</title>
		<link>http://www.rock-dog-blog.de/index.php/2007/06/via-alta-no-1-tag-5-vom-passo-staulanza-nach-alleghe/comment-page-1/#comment-20</link>
		<dc:creator>Michael Balogh</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2007 14:34:34 +0000</pubDate>
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		<description>Hey, da kommen mir doch fast die Tränen! Aber nur weil Heike, Giaco und ich nicht dabei waren, am letzten Wandertag. Schön beschrieben. Schauer liefen mir über den Rücken, wie die Hunde übers Firnfeld. Was sollen wir in Schottland am Ben Nevis nur ohne Euch machen!

Bis bald, Michael</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey, da kommen mir doch fast die Tränen! Aber nur weil Heike, Giaco und ich nicht dabei waren, am letzten Wandertag. Schön beschrieben. Schauer liefen mir über den Rücken, wie die Hunde übers Firnfeld. Was sollen wir in Schottland am Ben Nevis nur ohne Euch machen!</p>
<p>Bis bald, Michael</p>
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