Nach fast zwei Wochen hat sich das Hochwasser am Rhein zurückgezogen und die Rheinwiesen unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke wieder freigelegt. Dazu gesellte sich der einsetzende Frühling, der das Verweilen bei 14°C angenehm machte.
So war es nicht verwunderlich, daß sich wieder eine grössere Anzahl an Hundebesitzern auf dem Areal traf – genug Abwechslung also für unsere Jungs.
Was man auf den ersten Blick sehen konnte war, daß der Boden noch nicht sonderlich abgetrocknet war. Der Griff zu den Kanadiern bzw. Gummistiefeln war folglich eine gute Wahl.
Anstatt, wie in den letzten beiden Wochen in flachen Tümpeln zu baden, bot sich dann heute endlich wieder die Möglichkeit, weit in den Rhein hinauszuschwimmen. Das haben Leon und Paul dann auch grosszügig ausgekostet – Wasserhunde halt…
Einziger Wermutstropfen für mich war, daß mich ein ungeschickter junger Hovawart fast über den Haufen gerannt hat, was mir mein eh schon ramponierter Rücken abermals übelnahm. Wenigstens konnte ich den anderen 5 Hunden ausweichen, sonst hätte es mich wohl umgehauen. Warum stehe eigentlich immer nur ich im Weg… wundert sich.
Ich hoffe, daß uns in Bonn diese einzig verbliebene (mehr oder wenig geduldete) Freifläche für die Hunde noch lange erhalten bleibt. Ausser an diesem Ort sind derart ausgiebige Sozialkontakte für die Hunde in Bonn und der näheren Umgebung nicht mehr möglich.
Siehe auch ein Artikel aus dem Bonner General Anzeiger. Parallel zu dieser Veranstaltung hat sich noch ein Verein zusammengefunden (wer die Internet-Adresse dieses Vereines kennt, kann dies ja in einem Kommentar hinzufügen). Ob man das Ansinnen des Vereines über Mitgliedsbeiträge die Nutzbarkeit der Rheinwiesen zu gewährleisten teilen mag, bleibt Ansichtssache.
Ich persönlich halte es für sinnvoller, daß die Stadt die hierfür notwendigen Geldmittel aus der Hundesteuer bereitstellen sollte. Wenn wir mal von geschätzten 50.000€ Ersatzleistungen für den Pächter ausgehen, dann sind das angesichts von Hundesteuerbeiträgen von gut 1.000.000€ nach Sprechart Deutscher Bank allenfalls “Peanuts”. Aber wie immer in solchen Fällen ist die Politik dazu nicht in der Lage.
So bleibt uns Hundebesitzern wieder mal nur die Hoffnung…


